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      Drei LEW-Wasserkraftwerke sind Teil des Augsburger Welterbes

      Gersthofen, Langweid & Meitingen können feiern

      Drei LEW-Wasserkraftwerke sind Teil des Augsburger Welterbes
      Drei LEW-Wasserkraftwerke sind Teil des Augsburger Welterbes

      Das Augsburger Wassermanagement-System ist in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden. Diese Entscheidung ist am 06. Juli in Baku, Aserbaidschan gefallen. Für die Lechwerke AG aus Augsburg ist das ein Grund zur Freude: Zu den ausgezeichneten Denkmälern zählen auch die historischen LEW-Wasserkraftwerke in Langweid, Gersthofen und Meitingen.

      Thumbnail zum Unesco-Video
      Unser Video zum UNESCO-Welterbe Augsburg: die LEW Wasserkraftwerke

      UNESCO-Welterbe Augsburg

      Unsere ausgezeichneten Wasserkraftwerke

      Die Besonderheit der Wasserkraftwerke am Lechkanal liegt darin begründet, dass sie nicht nur zur Stromversorgung der Großindustrie entlang des Lechs errichtet wurden, sondern mit ihnen auch die flächendeckende öffentliche Stromversorgung in Augsburg und der Region begann.

      LEW-Wasserkraftwerk in Gersthofen

      Wasserkraftwerk Gersthofen

      Nachdem 1898 mit dem Bau des Lechkanals begonnen worden war, ging 1901 das Wasserkraftwerk in Gersthofen in Betrieb. Es ist damit eines der ersten großen Wasserkraftwerke in Bayern. Das Kraftwerk in Gersthofen war Auslöser für die Ansiedlung der chemischen Fabrik Höchst, leitete damit die Industrialisierung im Lechtal nördlich von Augsburg ein, und markiert den Beginn der flächendeckenden Stromversorgung in Bayerisch-Schwaben. Das Kraftwerksgebäude, das mit großen Rundbogenfenstern und Sichtmauerwerk im Stil des Historismus errichtet wurde, ist überwiegend im Originalzustand erhalten. Fünf Kaplan-Rohr-Turbinen erzeugen hier jedes Jahr rund 62 Millionen Kilowattstunden Strom.

      Das Wasserkraftwerk Langweid

      Wasserkraftwerk Langweid

      Zusammen mit der ersten Verlängerung des Lechkanals wurde 1906 das Wasserkraftwerk in Langweid errichtet, das ein Jahr darauf in Betrieb ging. In seiner Gestaltung lehnt sich der Bau des Kraftwerks stark an das in Gersthofen an. Vier Kaplan-Turbinen erzeugen hier rund 45 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Eine Turbine und ein Generator von 1938 sind noch heute in Betrieb. Im Wasserkraftwerk Langweid befindet sich auch das Lechmuseum Bayern, in dem der Fluss mit all seinen Facetten präsentiert wird. Höhepunkt des Lechmuseums ist eine begehbare historische Turbinenkammer sowie ein Generator aus dem Erbauungsjahr.

      LEW-Wasserkraftwerk in Meitingen

      Wasserkraftwerk Meitingen

      Mit dem Bau des Kraftwerks Meitingen zwischen 1920 und 1922 wurde der Lechkanal nochmals um etwa zehn Kilometer erweitert. Benötigt wurde das Kraftwerk seinerzeit für die Stromversorgung des elektrochemischen Betriebs der Siemens Plania, heute Teil der
      SGL Carbon, und für die Sicherstellung der Stromversorgung der zwischen 1919 und 1922 zahlreichen neu angeschlossenen Kommunen. Das Kraftwerk leistete somit einen wichtigen Beitrag zur Industrialisierung des nördlichen Lechtals. Genau wie die drei Generatoren von 1922 sind auch die damals eingebauten Francis-Turbinen noch heute in Betrieb. Sie erzeugen jährlich rund 83 Millionen Kilowattstunden Strom.

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