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    19. September 2019, LEW Wasserkraft GmbH

    Umweltminister Thorsten Glauber besucht die Iller

    „Flussabschnitt mit Vorbildfunktion“: Umweltminister Thorsten Glauber besucht die Iller bei Legau und informiert sich über Projekte von LEW Wasserkraft

    Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber informierte sich über aktuelle Projekte an der oberen Iller und packte direkt mit an.
    Bei den Projekten an der Iller dreht sich viel um’s Thema Kies. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (vorne) packte auch direkt mit an – gemeinsam mit Legaus Erstem Bürgermeister Franz Abele (hinten links), Ralf Klocke, Projektleiter bei LEW Wasserkraft (2.v.l.), Prof. Dr. Frank Pöhler, Geschäftsführer von LEW Wasserkraft (3.v.l.) und Hans-Joachim Weirather, Landrat des Landkreises Unterallgäu (2.v.r.). (Quelle: LEW / Bernd Feil)

    Natur und Technik in Einklang bringen – darum geht es der LEW Wasserkraft GmbH und ihren Partnern an der oberen Iller. In den letzten Jahren sind zwischen Altusried und Lautrach zahlreiche Projekte entstanden, die den Flussabschnitt ökologisch aufwerten und gleichzeitig als Ort der Naherholung stärken. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hat sich gestern vor Ort über die aktuellen Projekte informiert, die auch als Vorbild für andere Flussabschnitte gelten.

    Glauber: „Erneuerbare Energien sind für erfolgreichen Klimaschutz unverzichtbar. Naturverträglicher Strom aus Wasserkraft leistet einen wichtigen Beitrag in Zeiten des Klimawandels. Wir wollen Wasserkraft und Ökologie in Einklang bringen. Die Illerstrategie ist ein vorbildliches Beispiel für die Verbindung von heimischer Wasserkraft und Erhalt der Artenvielfalt in den Flüssen. Das Ziel der vollständigen Durchgängigkeit der Iller von der Mündung bis zur Quelle ist ein Gewinn für Mensch und Natur. Klimaschutz und Gewässerökologie gehen hier Hand in Hand.“

    Umfangreiches Programm ökologischer Maßnahmen

    LEW Wasserkraft betreibt an der Iller zwischen Altusried und Lautrach fünf Wasserkraftwerke und hat in den letzten Jahren ein umfangreiches Programm ökologischer Maßnahmen umgesetzt. Sie alle tragen zu einer nachhaltigen Verbesserung des Lebensraums der dort heimischen Tier- und Pflanzenwelt bei. Grundlage dafür war das Eckpunktepapier für eine nachhaltige Wasserkraftnutzung in Bayern, aus dem dann die sogenannte Iller-Strategie 2020 hervorging, eine Vereinbarung zwischen dem Bayerischen Umweltministerium und LEW Wasserkraft (damals noch Bayerische Elektrizitätswerke) aus dem Jahr 2014. So entstanden beispielsweise an allen fünf Staustufen naturnahe Umgehungsgewässer, die den Fischen nicht nur das Wandern im Fluss ermöglichen, sondern auch selbst wertvolle Lebensräume darstellen. Auch einzelne Uferabschnitte wurden gezielt abgeflacht, um eine dynamische Gewässerentwicklung zu ermöglichen. Ein weiterer Baustein ist das aktuell laufende Projekt „ISOBEL – Kies für die Iller“. Im Mittelpunkt dieses Projekts steht ein zielgerichtetes Geschiebemanagement, um geeignete Gewässerstrukturen und neue Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen zu schaffen. LEW Wasserkraft testet hier an mehreren Abschnitten verschiedene Verfahren, gezielt Kies in den Fluss einzubringen.

    „Wegweisende Projekte wie an der Iller lassen sich nur gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich umsetzen – mit Bürgern und Kommunen, mit Naturschutz und Fischerei, mit Verbänden und der Wissenschaft“, sagt Prof. Dr. Frank Pöhler, Geschäftsführer von LEW Wasserkraft. „Wir haben neue Wege der Zusammenarbeit etabliert, von denen am Ende alle Beteiligten profitieren.“

    Strahlkraft über das Projektgebiet hinaus

    Die Maßnahmen an der Iller werden wissenschaftlich eng begleitet. So möchte LEW Wasserkraft Lösungen herausarbeiten, die eine Strahlkraft über das Projektgebiet hinaus entfalten und als Vorbild für andere Flussabschnitte gelten können. „Unsere Projekte zeigen, dass Naturschutz, Klimaschutz und Wasserkraft gut zusammenpassen. Durch die wissenschaftliche Begleitung, wie sie derzeit beispielsweise in einem umfassenden Fischmonitoring an der Iller durchgeführt wird, wollen wir Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Wasserkraft in Bayern geben,“ sagt Prof. Dr. Frank Pöhler. Ziel sei es, Handlungsempfehlungen für die großen Wasserkraftanlagen im Donaueinzugsgebiet zu erarbeiten.

    Neben den ökologischen Maßnahmen setzt LEW Wasserkraft an der Iller auch Projekte um, die den Fluss als Ort der Naherholung stärken und zur Umweltbildung beitragen. Für Besucher und Touristen ist beispielsweise bei Legau eine Brücke mit Aussichtsturm entstanden, eine Fischbeobachtungsstation und ein kleiner Seitenbach, den vor allem die Umweltstation Legau für Exkursionen mit Schulklassen nutzt. Aktuell entsteht ein Themenradweg unter dem Motto „Natur und Technik im Illerwinkel“. Mit diesem EU-geförderten Projekt wollen die Projektpartner die Iller in erster Linie besser für die Radfahrer erschließen.

    Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung

    Für die Projekte zur ökologischen Verbesserung des Lebensraums an der oberen Iller wurde LEW Wasserkraft im vergangenen Jahr mit dem Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet. LEW Wasserkraft ist der erste Wasserkraftwerksbetreiber, der diesen Preis erhielt.

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